Aufstellungsarbeit und Coaching in 3D – überraschend real!

Wie leicht sich unser Gehirn „täuschen lässt“

Aufstellungsarbeit funktioniert. Soviel vorneweg… Unser Gehirn lässt sich „leicht täuschen“ und nimmt virtuelle Erlebnisse als Realität wahr. Das zeigt ein Beispiel aus dem 19. Jahrhunderts. Damals löste in einem gut gefüllten Pariser Café ein schwarz-weißer Stummfilm eine regelrechte Panik aus. Im Kurzfilm „Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat“ rollte ein Zug vermeintlich auf die Zuschauer zu. Die sogenannte Immersion belegt, dass virtuelle Erlebnisse zum Großteil die gleichen Gehirnareale ansprechen wie „echte“ Erlebnisse. Die Menschen im Raum duckten sich, schrien durcheinander oder flüchteten auf die Straße.

Diese Tatsache machen sich virtuelle Realitäten zunutze. Dabei ist die 3D-Welt eine holistische Kopie unserer physisch-realen Umgebung. Das heißt wir bewegen und mit einem Avatar und steuern diesen. TriCat Spaces stellt speziell fürs Coaching und Training eigene Szenarien zur Verfügung, bei denen von der Gruppenarbeit bis zur Aufstellungsarbeit alles möglich wird.

Ist man erst geübt im Umgang mit dem Avatar, bietet die 3D-Welt geniale Möglichkeiten. Hier ein paar exemplarische Ideen:

Einzelcoaching:

  • Start der Situationsanalyse und im 2er Gespräch, zum Beispiel auf der Parkbank im Grünen 
  • Definition des Coachingzieles am Whiteboard im kleinen Coachingraum und Aufstellung des Ist- und Zielwertes auf der einblendbaren Skala
  • Aufstellungsarbeit im großen Coachingraum oder im Garten mit Körpern oder Bodenankern. Diese Bodenanker können auch eigene Bilder sein, die eine besondere Bedeutung haben. Alternativ könnte auch eine Lebenslinie erarbeitet werden, um Stationen und hilfreiche Ressourcen zu entdecken.
  • Abschließende Reflektion bei einem Spaziergang im Garten

So oder so ähnlich kann eine reale Coachingsitzung im Einzelcoaching stattfinden.

Gruppencoaching:

Wenn ich mit dem 8S®Stärkeprofil arbeite, dann erstellen die Teilnehmer im Vorfeld ihr Profil. Je nachdem begleitet in einem Einzelcoaching. Im Gruppentermin nutze ich gerne die Mediawalls um einige Hintergrundinformationen zu geben. Dann bieten sich verschiedene Features, wie z. B. die Mediawall am Boden an, um die Teammitglieder gemeinsam in Aufstellung gehen zu lassen. Daraus leiten wir z. B. Verhaltensweisen basierend auf individuellen Stärken oder Kommunikationsmuster ab. Hier entstehen immer wieder erstaunliche AHA-Effekte, die maßgeblichen Einfluss auf das spätere Teamzusammenspiel haben.

Aufstellungsarbeit nutz die räumliche Perspektive

2020 war ein Jahr des Erforschens für viele. So durfte ich so einige Aufsteller:innen mit über 20 Jahren Erfahrung in der analogen Umgebung in die 3D Welt „entführen“. Mit ebenfalls erstaunlicher Resonanz. Wir testen einen verdeckte Aufstellung. Das bedeutet, dass nur der Aufstellungsleiter und die Fallgeberin wissen, wofür welche:r Stellvertreter positioniert wird. Zusätzlich kamen noch ein paar Kegel und andere Formen ins Spiel. Es war wirklich erstaunlich, wie klar sich Ergebnisse herausformten. Und das ohne zu wissen, worum es eigentlich im Detail ging. Im Feedback der Veranstaltung gab es einige überraschte Kolleg:innen. Das Fazit: Die Aufstellungsarbeit funktioniert in 3D genauso gut wie in der analogen Realität.

Das ist erst der Anfang – lass dich überraschen was möglich ist

Das sind nur ein paar wenige Beispiele, wie Online-Coaching und Aufstellungsarbeit in der 3D-Welt aussehen kann. Die Teilnehmer berichten durch die Bank, dass es sich „erstaunlich real“ anfühlt und die meisten können sich gut darauf einlassen. So macht die virtuelle Arbeit auf jeden Fall viel Spaß und der Erfolg im Coaching ist (fast) sicher. In den letzten Jahren hatte ich eine Kollegin im Kurs, deren Gehirn mit der dritten Online-Dimension nicht so gut klar gekommen ist. Ihr wurde es etwas schwindelig. Auch das kann natürlich vorkommen. Glücklicherweise sehr selten.

Wichtig: Die Teilnehmer:innen gut onboarden

Vielleicht denkst du dir jetzt: „das hört sich einfach an“ Ja, das tut es tatsächlich. Bitte unterschätze jedoch nicht was notwendig ist, um die Menschen in der virtuellen 3D Welt onzuboarden. Es gibt so manche die fühlen sich gleich „zuhause“. Aber das ist nicht die breite Masse. Wichtig ist eine gute Vorbereitung und ein entspanntes Ankommen.

Hast du Lust bekommen das auszuprobieren? Dann melde dich bei unserer 3D-Ausbildung an.

Herzlichen Gruß, Sandra

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